13.10.2004: Vor neun Jahren gab Jörg Albracht sein Bundesliga-Debüt

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32 Jahre musste Torwart Jörg Albracht auf diesen Moment warten. Am 13. Oktober 1995 war es endlich so weit: Weil sich Schalkes Nummer eins Jens Lehmann verletzte, stand er zum ersten Mal in einem Bundesligaspiel zwischen den Pfosten. Er machte seine Sache gut, kassierte in zwei Spielen nur einen Gegentreffer, musste jedoch anschließend zurück ins zweite Glied.

1994 hatte Albracht schon nicht mehr damit gerechnet, jemals im Oberhaus des deutschen Fußballs zum Einsatz zu kommen. Sein Verein, der Wuppertaler SV, war gerade aus der 2. Liga abgestiegen. Es schien so, als ob der Keeper sich damit begnügen müsste, ein passabler Zweitligatorhüter zu sein, der zwölf Jahre lang bei Union Solingen und dem WSV den Kasten überwiegend sauber hielt.

Doch dann kam die Anfrage von Schalke 04. Der Verein suchte einen Vertreter für Jens Lehmann. "Ich weiß, dass ich nur spiele, wenn der Jens sich verletzt. Aber ich versuche mitzuhelfen, damit er noch bessere Leistungen bringen und höhere Sphären anpeilen kann", sagte Albracht, der kein Problem darin sah, sich nach ein Dutzend Jahren als Stammtorhüter auf die Bank zu setzen.

Seine Geduld wurde im Herbst 1995 belohnt. Eine zweiwöchige Zwangspause für Lehmann bedeutete die Chance für Jörg Albracht. Immerhin: Beide Spiele gegen Kaiserslautern (1:1 am 13. Oktober) und in Leverkusen (0:0 am 20. Oktober) gingen nicht verloren. Co-Trainer Hubert Neu lobte hinterher: "Der Albi hat im Haberland-Stadion zu null gespielt. Das hat der Jens noch nicht geschafft." Noch viel wichtiger war ihm das Lob des damaligen Leverkusener Torhüter-Trainers. Als Harald Schumacher den erfahrenen Neuling lobte, da bekam Albracht richtig rote Ohren.

Nach der Erfüllung seines Traumes verließ ihn jedoch das Glück. Kleinere und größere Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Jörg Albracht zog daraus die Konsequenz und beendete im Sommer 1996 seine Karriere. Einen Titel hingegen kann ihm keiner mehr nehmen: Bundesligaspieler a.D.

       
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