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28.08.2004: Vor 49 Jahren gab "Ille" Karnhof sein Debüt für Schalke

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Einen schmerzhaften Fehlstart legte Günter "Ille" Karnhof bei den Knappen hin: In seinem ersten Spiel für die erste Mannschaft verletzte sich der Mittelefeldspieler gleich schwer. Am 28. August 1955 war nach einem Zweikampf ein Meniskus lädiert. Karnhof ließ sich jedoch nicht entmutigen und krönte seine Karriere bereits drei Jahre später.

Der Junge aus dem Kohlenpott gehörte zu der Schalker Mannschaft, die 1958 die bisher letzte deutsche Meisterschaft nach Gelsenkirchen holte. Er bildete zusammen mit Karl Borutta sowie den Halbstürmern Heiner Kördell und Manni Kreuz das "magische Viereck" im Mittelfeld. Sie hielten Berni Klodt den Rücken frei. Der Kapitän steuerte zwei Treffer zum 3:0-Endspiel-Erfolg gegen den Hamburger SV bei, Kreuz markierte den Endstand.

Karnhof war der Motor des Schalker Spiels zwischen 1955 und 1965. Unermüdlich spulte er im Mittelfeld die Kilometer ab und stopfte überall Löcher. Eine Arbeitsbiene, die zudem ungemein wichtig für das Innenleben der Mannschaft war.

Abseits des Platzes bewies der Vater von drei Kindern ebenfalls ein hohes Maß an Disziplin und Fleiß. Er schloss nicht nur eine Ausbildung als Maler und Anstreicher ab, sondern ließ sich später zum Verwaltungsangestellten der Stadt Gelsenkirchen umschulen.

1965 schließlich endete die aktive Laufbahn von Karnhof, der in der Jugend bei Heßler 06 groß wurde und Mitte der 50er Jahre an den Schalker Markt wechselte. Nach 136 Oberligaspielen (1 Tor) und 34 Bundesliga-Einsätzen (1 Tor) hing er die Fußball-Schuhe an den Nagel. Der 34-Jährige hatte immer wieder Kreislaufstörungen und überließ den Jüngeren das Feld.

Vorher ging er aber auf eine unrühmliche Art und Weise in die Vereinsgeschichte ein: Karnhof war der erste Schalker, der in der Bundesliga vom Platz flog. Am elften Spieltag der Premieren-Saison 1962/63 geriet er in der Partie gegen Hertha BSC Berlin mit seinem Gegenspieler aneinander. Beide sahen rot und durften vorzeitig duschen. Es war: Otto Rehhagel, der neue griechische Volksheld.

Seinen Spitznamen "Ille" verdankt er im Übrigen einer besonderen Fähigkeit. Karnhof: "Den habe ich von Kindesbeinen an, weil ich beim Knickeln mit den Knickern immer so gut ‚itschen' konnte. Ille ist die Ableitung davon."

       
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