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21.08.2004: Vor drei Jahren siegte Schalke "so laut wie ein Düsenjet"

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Mit diesen Worten titelte die Bild-Zeitung nach dem 3:1-Sieg der Schalker am 21. August 2001 gegen Hansa Rostock. Die Boulevard-Zeitung hatte ein Schallmessgerät in der Arena im Einsatz, welches einen Höchstwert von 122 Dezibel anzeigte. Bild: "Das ist fast so viel Lärm wie beim Take off eines Jumbos. Das ist neuer Bundesliga-Wahnsinn."

Das Aufeinandertreffen mit den Rostockern war erst die zweite Bundesliga-Partie in der Arena überhaupt. Am Samstag vorher hatte das Team von Huub Stevens bei der Liga-Premiere in der multifunktionalen Spielstätte gegen Bayer Leverkusen 3:3 gespielt, an dem Dienstag gab es den ersten Sieg in der neuen, unglaublich beeindruckenden Heimat. Der Fußball-Tempel war nicht nur die Bühne für das 3:1 gegen Rostock, die Arena und der ohrenbetäubende Lärm der 60.204 Zuschauer schienen den Spielverlauf entscheidend zu beeinflussen.

Vier Tore, zwei Elfmeter, sechs gelbe Karten sowie die Platzverweise für Hansas Markus Beierle (rot) und Schalkes Gerald Asamoah (gelb-rot) ließen die Emotionen in den Hexenkessel hochkochen. Schalkes Coach Huub Stevens stellte nach dem zweiten Auftritt seiner Akteure in der Arena fest: "Die Spieler müssen noch lernen, in dieser Atmosphäre kühlen Kopf zu bewahren. Sie lassen sich von den 60.000 zu sehr nach vorne peitschen."

Und auch Manager Rudi Assauer hegte die Befürchtung, dass die eigenen Fans in diesem Festspielhaus des Fußballs dafür sorgen würden, dass die taktische Disziplin verloren geht. "Alle marschieren, aber alle marschieren falsch", bemängelte er. "Keine Mannschaft der Welt kann dieses Höllentempo über 90 Minuten gehen. Als wir gegen Rostock mal einen Gang zurückgeschaltet haben, kamen sofort Pfiffe. Das ist eine gefährliche Entwicklung, darüber müssen wir mit den Leuten reden."

Im Laufe der Saison legten sich die Diskussionen. Zwar war die Arena weiterhin eine Schauplatz für große Emotionen auf und neben dem Rasen, doch die Lautstärke pegelte sich bei einem erträglichen Maß ein. Zudem lief es sportlich im ersten Jahr ausgezeichnet: Die Mannschaft holte zu Hause mit 41 Punkten - sogar einen Zähler mehr als im Jahr zuvor, in dem Schalke die Meisterschaft auf dramatische Weise knapp verpasste und Zweiter wurde.

FC Schalke 04 - Hansa Rostock 3:1 (1:1)

Schalke: Reck, Hajto, Waldoch, van Kerckhoven, Kmetsch, Vermant, van Hoogdalem (55. Wilmots), Böhme, Möller (83. Sand), Agali, Mpenza (29. Asamoah)

Hansa: Schober, Schröder (88. Benken), Jakobsson, Hill, Rydlewicz, Lantz (85. Weißhaupt), Maul, Hirsch, Salou, Beierle, di Salvo (82. Arvidsson)

Tore: 1:0 Jakobsson (10., ET) 1:1 Schröder (44.), 2:1 Agali (61.), 3:1 Böhme (90., FE)
Zuschauer : 60.204
SR: Kemmling

       
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