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16.08.2004: Vor 24 Jahren legten Knappen mit 1:4 gegen Eintracht Frankfurt Fehlstart in der Bundesliga hin

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"Dieses Spiel ist noch kein Maßstab", versuchte Trainer Fahrudin Jusufi die 1:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt herunterzuspielen. Doch die Pleite am 16. August 1980 zum Bundesliga-Start war der Auftakt für eine völlig verkorkste Saison, an deren Ende der erste Abstieg aus der Bundesliga stand.

Coach Jusufi wollte die aufgebrachten Anhänger damit beruhigen, dass er auf die Karte "Zukunft" setzte: "Spätestens in der Rückrunde sieht es mit Fischer, Nigbur und Drexler viel besser aus. Wir steigen nicht ab."

Diesen Optimismus konnte Stan Libuda nicht teilen. "Da hilft nur noch beten", so sein Fazit der Saison-Premiere. Er prophezeite dem "Kindergarten" - mit Wolfram Wuttke, Winfried Geier, Harry Kügler und Michael Opitz standen vier Teenager auf dem Feld - eine "düstere Zukunft". Zu unerfahren, verunsichert und zaghaft hatte sich das Team von Jusufi gegen den UEFA-Pokalsieger von 1980 präsentiert.

Nach einer guten ersten halben Stunde, in der Vilson Dzoni mit einem Flugkopfball nach Wuttke-Flanke die Frankfurter Führung durch Norbert Nachtweih ausglich, mussten die Schalke-Bubis kräftig Lehrgeld bezahlen. Ein Lorant-Kracher aus 25 Metern und ein Schuss von Nachtweih, den Hölzenbein unhaltbar für Torwart Peter Sandhofe abfälschte, brachten den Gästen eine 3:1-Führung zur Halbzeit.

Zwar hatten Kurt Jara (51.) und Wuttke (61.) je eine Möglichkeit zum Anschlusstreffer, Ronald Borchers jedoch besiegelte die Niederlage endgültig. Klaus Fischer, der wegen eines Schienbeinbruches erst in Rückrunde wieder mitwirken konnte, reagierte gelassen: "Es besteht kein Grund zur Panik." Und Jusufi relativierte: "Die Niederlage ist kein Beinbruch. Wir haben heute durch vier Sonntagsschüsse verloren." Beide waren auf dem Holzweg: Am neunten Spieltag belegte das Team nach einer 0:4-Niederlage bei Bayer Leverkusen immer noch den vorletzten Platz.

Daran änderten auch die Rückkehrer Klaus Fischer und Manfred Drexler im Endeffekt nichts, die im neuen Jahr wieder ins Geschehen eingriffen. Im unerfahrenen Team war einfach nicht genug spielerische Substanz, zumal Präsident Dr. Hans-Joachim Fenne nach dem Transfer von Rüdiger Abramczik zu Borussia Dortmund in der Sommerpause im Winter zwei weitere Spieler verkaufte. Wegen finanzieller Probleme wurden Wuttke nach Mönchengladbach und Rolf Rüssmann nach Dortmund verhökert.

Die bittere Konsequenz: Am vorletzten Spieltag war das Unfassbare amtlich. Durch ein 0:2 beim 1. FC Kaiserlautern stand Schalke 04 als Absteiger fest. Zum ersten Mal seit 1926 traten die Knappen nicht mehr in der jeweils höchsten deutschen Spielklasse an.

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:4 (1:3)
Schalke: Sandhofe, Thiele, Geier, Rüssmann, Dzoni, Opitz (82. Danner), Jara, Bittcher, Kügler, Elgert, Wuttke
Eintracht: Pahl, Körbel, Pezzey, Neuberger, Sziedat, Lorant, Nickel, Lottermann (68. Borchers), Nachtweih (82. Trapp), Hölzenbein, Cha
Tore: 0:1 Nachtweih (28.), 1:1 Dzoni (31.), 1:2 Lorant (32.), 1:3 Hölzenbein (43.), 1:4 Borchers (77.)
Zuschauer: 25.000
SR: Horstmann

       
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