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14.08.2004: Vor 33 Jahren startete Schalke sensationell in die Saison

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"Steht Schalke vor einer großen Saison?" So war es nach dem Saisonauftakt der Knappen zur Bundesliga-Saison 1971/72 in einigen Zeitungen zu lesen. Das Team von Trainer Ivica Horvat hatte am 14. August 1971 im Niedersachsenstadion Hannover 96 mit 5:1 geschlagen und erklomm die Tabellenspitze. Der deutliche Erfolg war ein Vorbote für die bisher beste Spielzeit der Knappen in der Bundesliga.

Eine Halbzeit lang durfte sich der Gastgeber bei drückender Hitze wie der Sieger fühlen. Ferdinand Keller hatte Hannover 96 mit 1:0 in Front gebracht. Die Serie von vier Jahren ohne Sieg gegen die Niedersachsen schien sich für Schalke 04 fortzusetzen. Allerdings nur bis zur 48. Minute: Dann traf Klaus Fischer zum Ausgleich und läutete eine stürmische Hälfte der Gäste aus dem Ruhrgebiet ein.

Selbst die beiden Außenverteidiger Jürgen Sobieray und Helmut Kremers drängten nun fortdauernd nach vorn. Und auch Libero Klaus Fichtel hielt es nicht mehr hinten. Er schaltete sich mit ins Angriffsspiel ein und bereitete beispielsweise das 2:1 durch Sobieray mit einem mustergültigen Pass vor. Alles überragend an diesem Tag war das Duo Erwin Kremers/Klaus Fischer. Immer wieder wurde der Stürmer aus Zwiesel herrlich von Kremers in Szene gesetzt, der großen Anteil an den vier Treffern von Fischer hatte.

Coach Horvat konnte sich nach einer Stunde beruhigt zurücklehnen und den Angriffswirbel seiner jungen Truppe genießen. Ins Schwitzen kam der Fußball-Lehrer erst wieder, als er in der anschließenden Pressekonferenz die gestiegenen Erwartungen an seine kickende Bande bremsen musste. "Meine Herren, bitte überschätzen sie diesen Sieg nicht", sagte Horvat zu Beginn. "Jeder Trainer freut sich über ein so klares Ergebnis, aber die Gegner brechen selten so zusammen wie Hannover nach einer guten ersten Hälfte."

Der Sieg gegen den Angstgegner gab Horvats Löwen Selbstvertrauen und Schwung für die nächsten Aufgaben. In den ersten elf Saisonspielen ging Schalke neunmal als Sieger vom Platz und führte mit einem Torverhältnis von 27:5 souverän die Tabelle an. Zum Ende der Hinrunde schlug Schalke gar Meisterschaftsfavorit Bayern München mit 1:0 und ging mit drei Punkten Vorsprung in die Rückrunde.

Dass es am Ende lediglich zum zweiten Platz in der Tabelle reichte, hatte in erster Linie zwei Gründe. Zum einen belastete der Bundesliga-Skandal zunehmend die Mannschaft, zum anderen kam die technisch versierte Elf mit den schwer zu spielenden Auswärtsböden im Frühjahr nicht zurecht. Beim MSV Duisburg, Hertha BSC Berlin und Werder Bremen gab es empfindliche Niederlagen für die Königsblauen.

Meister wurden die Bayern aus München, die im eigenen Stadion am letzten Spieltag das Horvat-Team mit 5:1 besiegten. Eine Woche später konnte sich Schalke mit dem DFB-Pokal trösten. Libuda, Fischer, Fichtel und Co. schlugen den 1. FC Kaiserslautern mit 5:0. Die Partie fand im Niedersachsenstadion statt und damit schloss sich der Kreis einer sensationellen Saison.

Hannover 96 - FC Schalke 04 1:5 (1:0)

96: Öller, Bandura, Anders, Hellingrath, Stiller, Keller, Weller, Bertl (58. Blau), Siemensmeyer, Berg (76. Polywka), Reimann

Schalke: Nigbur, Sobieray, Rüssmann, Fichtel, H. Kremers, Fischer, Huhse (46. Holz), E. Kremers, Lütkebohmert, Scheer, Libuda

Tore: 1:0 Keller (37.), 1:1 Fischer (48.), 1:2 Sobieray (56.), 1:3 Fischer (76.), 1:4 Fischer (78.), 1:5 Fischer (88.)
Zuschauer: 26.350
SR: Tschenscher (Mannheim)

       
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