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08.08.2004: Vor 77 Jahren wurde der Grundstein für die Glückauf-Kampfbahn gelegt

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Der Platz an der Grenzstraße war für die Bedürfnisse der Schalker und deren Besucherströme im Jahr 1927 nicht mehr ausreichend. Der Vereinsführung entschloss sich, ein neues Stadion zu errichten. Und so wurde am 8. August der Grundstein für die Glückauf-Kampbahn, die Wiege des Kreisels, gelegt. Besonderer Clou des Plans: Die Anlage wurde komplett aus eigenen Mitteln finanziert.

In der Mitgliederversammlung im Juni 1927 wurde der Bau eines neuen Stadions (Baukosten: 200.000 Reichsmark) genehmigt. Eine Woche nach dem ersten Spatenstich erfolgte die Grundsteinlegung. Um den Bau besonders verdient gemacht hatten sich Fritz Lader von der Bauabteilung der Zeche Consol - die sich inzwischen in Besitz der Mannesmann-Röhrenwerke befand - als Planer und Heinrich Pieneck, Geschäftsführer der Gelsenkirchener Tiefbaufirma "August Jaeger", als Erbauer. Die für das Stadionprojekt notwendigen 20 Morgen Land stellte die Zeche Consol zur Verfügung.

Das Stadion wuchs vor allem durch die Mithilfe der Mitglieder: Entweder legten sie selbst unentgeltlich Hand an oder sie förderten das Werk durch den Kauf der so genannten "Bausteine", die zum Preis von 1, 2, 3, 5 und 10 Reichsmark ausgegeben wurden. Diese Bausteine sollten einige Zeit später wieder eingelöst werden. Dazu kam es zwar nie, was aber niemanden so richtig wurmte.

Ein viel höheres finanzielles Risiko gingen Finanzobmann Willi Nier sowie Vereinskassierer Rainer Lütterforst ein. Die Glückauf-Kampfbahn hätte den beiden Funktionären die Existenz kosten können. Die Schulden des FC Schalke 04 beliefen sich damals nämlich auf mehrere zehntausend Mark. Diese wurden durch Wechsel gesichert, die Nier und Lütterforst in persönlicher Haftung unterschrieben.

Nicht unverwähnt soll an dieser Stelle das Engagement Protagonisten im Rathaus bleiben. Die Stadt Gelsenkirchen beteiligte sich mit Bürgschaften und Darlehen am Projekt. Zum Dank änderte der Club 1928 seine Vereinsbezeichnung in "FC Gelsenkirchen-Schalke 04".

Apropos Namen: Zunächst tendierten die Mitglieder bei einer Vereinsversammlung zu "Fritz-Unkel-Kampfbahn", um die Verdienste des Vorsitzenden zu würdigen. Doch da nicht zuletzt Unkel dagegen votierte, entschied sich die Vereinsfamilie für "Kampfbahn Glückauf" - ein deutliches Bekenntnis zu der Tradition des Clubs. Mitglied Fritz Appel hatte den Bergmannsgruß vorgeschlagen.

Im Spätsommer 1928 wurde die neue Arena mit einer Sportwoche eröffnet. Das erste Fußballspiel endete unentschieden: Am 25. August kamen die Knappen zu seinem 3:3 gegen den SV Köln-Sülz 07. In der Folgezeit war die Ausbeute der Kicker um Ernst Kuzorra und Fritz Szepan erfolgreicher. Alle sieben Schalker Meisterschaften fielen in die Epoche der Kampfbahn Glückauf. Manfred Kreuz, der beim bisher letzten Titelgewinn 1958 dabei war: "Die Glückaufkampfbahn war schon eine Macht. Schon damals war die Nordkurve phänomenal."

       
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