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28.07.2004: Vor 42 Jahren wurde die Bundesliga gegründet

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Anfang der 1950er Jahre wurden Stimmen laut, eine zentrale deutsche Spielklasse einzurichten. Einer der größten Fürsprecher war Bundestrainer Sepp Herberger. "Wenn wir international konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen wir auf nationaler Ebene die Anforderungen erheblich erhöhen", verkündete er. Gesagt, getan - am 28. Juli 1962 wurde in Dortmund grünes Licht für die Bundesliga gegeben. Von Anfang an dabei: der FC Schalke 04.

Zu diesem Zeitpunkt gab es in Deutschland fünf Oberligen, deren Meister in einer Endrunde um die Deutsche Meisterschaft spielten. Heftige Debatten um die Zusammensetzung des 16er-Feldes und über das Statut verzögerten den Bundesliga-Start immer wieder. Kritiker befürchteten mit der Etablierung des Profi-Fußballs das Ende des Sportsgeistes. Letzter Anstoß, das Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen, war schließlich das schlechte Abschneiden der deutschen Elf bei der WM 1962 in Chile.

Auf dem DFB-Bundestag in der Westfalenhalle stimmten die Delegierten mit 103:26 für die Einführung der Bundesliga. Sie sollte ab der Saison 1963/1964 die höchste deutsche Spielklasse sein. Folgende Bedingungen hatten die 16 Bundesliga-Vereine, die unter 40 Bewerbern ausgewählt wurden, zu erfüllen: Sie mussten über ein Betriebskapital von 200.000 Mark verfügen, über ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 35.000 Zuschauern und einer Flutlichtanlage sowie über einen Jahresumsatz von 300.000 Mark. Das alles traf auf Schalke zu. Das Abenteuer Bundesliga konnte für die Knappen beginnen.

Die Mannschaft war in der abgelaufenen Saison Sechster geworden. Das letzte Spiel in der Oberliga West fand gegen Fortuna Düsseldorf statt. Es endete 1:1, Nationalspieler Hans Nowak schoss das letzte Tor der Knappen in dieser Spielklasse. Damit war nach 16 Jahren die "gute alte Oberliga-Zeit" vorbei. 468-mal trat Schalke in dieser Liga an, 224 Spiele wurden gewonnen, 107 endeten unentschieden, 137 gingen verloren. Das Torverhältnis lautete: 986:704 für die Knappen, die zwei Titel und drei zweite Plätze gewinnen konnten.

Der DFB wollte für die Bundesliga auf den Meister von 1958 und Pokalhalbfinalisten von 1962 natürlich nicht verzichten. Der Traditionsverein war schon damals ein Zuschauer-Magnet und verfügte zudem mit Hans Nowak, Willi Schulz und Willi Koslowski über einige Nationalspieler.

Der Start in die Bundesliga 1963 verlief verheißungsvoll. Nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart belegte das Team von Trainer Georg Gawliczek den ersten Tabellenplatz, nach der Hinrunde war es Rang zwei, vier Punkte hinter Tabellenführer 1. FC Köln. Doch zwei Auswärtsniederlagen gegen Stuttgart (0:2) und ausgerechnet gegen Borussia Dortmund (0:3) zu Beginn der Rückrunde läuteten den Absturz ein. Schalke landete am Ende auf dem achten Rang, und Coach Gawliczek wurde nach dem vorletzten Spieltag durch Fritz Langner abgelöst.

       
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