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27.07.2004: Vor 13 Jahren weckte 1:1 gegen Moskau Hoffnung beim Aufsteiger

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Wie würde Liga-Neuling Schalke 04 in die Bundesliga-Saison starten? Diese Frage beschäftigte die Knappen im Sommer 1991. Genau eine Woche vor Ligabeginn sollte ein Testspiel gegen ZSKA Moskau Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Aufsteigers geben. Nach dem 1:1 am 27. Juli gegen den russischen Meister und Pokalsieger konnte Trainer Aleksandar Ristic aufatmen: Die Vorstellung seines Teams machte Mut.

Vor allem das Debüt von zwei Neuzugängen vertrieb einige Sorgenfalten von den Gesichtern der Schalker Vereinsverantwortlichen. Der ehemalige Berliner Hendrik Herzog stabilisierte die Abwehr, Millionen-Mann Bent Christensen nährte mit einem Tor die großen Erwartungen der Anhänger an den Star aus Dänemark. An diesem Tag zeigte er seine Stärken: superschneller Antritt, großer Aktionsradius, gutes Direktspiel und ein harter Schuss.

Halbzeit eins gehörte ganz klar dem Aufsteiger und nicht dem russischen Meister. Hinten standen die Akteure von Coach Ristic sicher und entfachten mit schnellen Kontern immer wieder Gefahr vor dem Tor der Russen. Aleksandr Borodjuk und Günter Güttler setzten Christensen mit Pässen in die Tiefe phasenweise so ein, als spielten sie eine Ewigkeit zusammen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Borodjuk hatte in der 18. Minute den halbrechts startenden Güttler geschickt, der trotzt freier Bahn direkt weiter auf den dänischen Turbo passte, und der versenkte den Ball im kurzen Eck.

Kapitän Dietmar Schacht ordnete zwar in der Folgezeit das Mittelfeldspiel der Knappen, und Christensen sowie Borodjuk hatten durchaus Chancen, das Ergebnis zu erhöhen, doch die Russen kamen neun Minuten vor der Pause zum Ausgleich. Kosneev war mit einem ansatzlosen Schuss aus 18 Metern erfolgreich. "Die stehen nicht umsonst schon wieder an der Spitze", meinte Günter Güttler nach der Partie gegen die Moskauer, deren Saison erst im Herbst endete. "Die sind bestimmt nicht schlechter als der HSV." Der Hanseaten hatten im Vorjahr als Fünfter den UEFA-Cup erreicht.

In Durchgang zwei verflachte die Partie etwas. Durch die Herausnahme von Sendscheid sowie das Zurückziehen der Gäste wurden die Räume enger, und Schalke konnte seine Konterstärke nicht mehr ausspielen. Ungeachtet dessen wuchsen die Ansprüche bei den Königsblauen stetig. Präsident Eichberg verpflichtete Günter Netzer als Manager, die Anhänger schielten bereits wieder Richtung UEFA-Cup.

Es kam jedoch anders. Der 5:2-Sieg im Derby gegen Dortmund am fünften Spieltag war eines der wenigen Highlights in einer Saison, die zwar auf dem 11. Tabellenplatz endete, der Vorsprung vor dem ersten Absteiger betrug allerdings gerade einmal drei Punkte. Zu wenig für Eichberg, der im April 1992 erst die Zusammenarbeit mit "Manager" Netzer beendet und dann Trainer Ristic vor die Tür setzt. Ebenfalls enttäuschend die Quote von Bent Christensen: In 26 Saisonspielen markiert er lediglich sechs Treffer.

       
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