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21.07.2004: Vor 64 Jahren sicherte Kalwitzki die fünfte Deutsche Meisterschaft

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Der Nachwuchs drängte vor dem Endspiel um den nationalen Titel am 21. Juli 1940 in die Schalker Mannschaft. Einer von ihnen war Hermann Eppenhoff, der in seinem zweiten Finale nachhaltig auf sich aufmerksam machte und mit Ernst Kalwitzki, der beim 1:0-Sieg gegen den Dresdner SC das Tor des Tages erzielte, vorzüglich harmonierte.

Auf Schalke anno 1940 hatte sich viel verändert. Der legendäre Präsident Fritz "Papa" Unkel hatte sich nach dem grandiosen 9:0-Endspielerfolg gegen Admira Wien aus dem Jahr 1939 ins zweite Glied zurückgezogen. Zu seinem Nachfolger wurde Heinrich Tschenscher gewählt, dem nach seinem Tode 1940 Heinrich Pieneck ins Amt folgte. Das Team erhielt ebenfalls ein paar neue Gesichter: Junge Spieler wie Herbert "Budde" Burdenski, Willi Schuh und Bernhard "Natz" Füller verstärkten die Königsblauen.

Die Dresdner waren im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft dem technisch anspruchsvollen Spiel der Westdeutschen nicht gewachsen und unterlagen 0:1. Das Tor des Tages ging erneut auf das Konto von Ernst Kalwitzki. Es war bereits der neunte Treffer des trickreichen Angreifers in einem DM-Endspiel. Er sorgte dafür, dass die Viktoria zum fünften Mal zum Schalker Markt reiste.

Schalke 04 beherrschte von Beginn an das Spiel. Mittelläufer Ötte Tibulsky hatte Dresdens gefährlichen Sturmführer und späteren Bundestrainer Helmut Schön gut im Griff, zudem stand die Abwehr sicher. Hans Bornemann ließ hinten nichts anbrennen. Der Routinier war nachnominiert worden und erst kurz vor dem Finale in Berlin angekommen. Er ersetzte Heinz Hinz auf der rechten Abwehrseite, der nun linker Verteidiger spielte, Hellmuth Gabriel musste auf der Tribüne Platz nehmen.

Kuzorra, Szepan und Kalwitzki hatten die ersten Möglichkeiten für die Westdeutschen, der Sachse Heinz Köpping scheiterte an Torwart Hans Klodt. Das 1:0 fiel in der 27. Minute: Kuzorra bediente Kalwitzki, der den ehemaligen Nationaltorwart Willibald Kreß mit einem trockenen Schuss in die rechte untere Ecke überwand.

Nachwuchsstürmer Hermann Eppenhoff besaß nach Wiederanpfiff die große Chance zum 2:0. Er schoss jedoch freistehend Dresdens Keeper an. Sein Zusammenspiel mit Kalwitzki währenddem begeisterte das Berliner Publikum. Allerdings blieben die Kabinett-Stückchen ohne Torerfolg.

Die Dresdner wirkten zu jeder Phase des Spiels überfordert. Ihre Offensiv-Bemühungen waren ideen- und kraftlos, die ganz große Zeit des DSC (Meister 1943 und 1944) lag noch vor dem Team. Im Verlaufe der Partie zogen sie sich immer mehr in die eigene Hälfte zurück. Am Ende fiel der Sieg der Schalker zu niedrig aus.

Schalke 04 - Dresdner SC 1:0 (1:0)

Schalke: H. Klodt, Bornemann, Hinz, Füller, O. Tibulsky, Burdenski, Eppenhoff, Szepan, Kalwitzki, Kuzorra, Schuh

Dresden: Kreß, Pohl, Hempel, Strauch, Dzur, Schubert, Boczek, Schaffner, Schön, Köpping, Hofmann

Tore: 1:0 Kalwitzki (27.)
Zuschauer: 95.000
SR: Stark

       
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