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13.03.2004: Vor 70 Jahren wurde Helmut Jagielski geboren

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Er gehörte zur Meistermannschaft von 1958 und gewann in den 60er Jahren noch einmal den Titel. Helmut "Jackel" Jagielski, der am 13. März 1934 in Wattenscheid-Leithe geboren wurde, feierte zudem 1961 einen seiner größten sportlichen Triumphe in der Glückauf-Kampfbahn - allerdings nicht im Trikot der Königsblauen.

Mit zehn Jahren begann seine Fußball-Karriere bei Rot-Weiß Leithe, ehe er 1950 als 16-Jähriger zu Schalke 04 wechselte. Jagielski trug mehrfach das Trikot der westfälischen sowie westdeutschen Auswahl und bestritt mit 18 Jahren sein erstes Oberligaspiel. "Ich war gerade zusammen mit Otto Laszig aus der Jugend gekommen. Wir spielten bei den Sportfreunden Katernberg und gewannen 4:1."

Fortan war er fester Bestandteil der ersten Mannschaft, bestritt zwischen 1952 und 1961 155 Oberligaspiele und erzielte als Außenläufer sowie Mittelstürmer 28 Tore. Er war Mitglied des Teams, das 1958 in Hannover Deutscher Meister wurde und wirkte in allen sieben Europapokalspielen der Saison 1958/59 mit.

Zwei Jahre später verließ er das Ruhrgebiet und unterschrieb bei Werder Bremen einen Vertrag. "In Schalke hatten wir damals einen Kader von 25 Spielern mit 17,18 gleichwertigen Leuten", so Jockel 1977 in einem Artikel des Schalker Kreisels. "Da kam das Angebot von Werder und ich schlug zu. Der Abschied ist mir sogar etwas schwer gefallen. Schließlich hatte ich elf herrliche Jahre in Schalke verlebt."

Der Vereinswechsel erwies sich als Glücksfall. Bereits in seiner ersten Saison für die Norddeutschen gewann er den DFB-Pokal. Das Werder-Team, in dem mit Willi Soya und Günther Wilmovius zwei weitere ehemalige Schalker standen, schlug in der Glückauf-Kampfbahn den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0. Dabei erzielte Jagielski sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff in seiner alten Heimat das zweite Tor.

In Bremen erlebte der 27-Jährige seinen zweiten Frühling. Sein Trainer Willi "Fischken" Multhaupt schulte ihn zum Ausputzer um. "Das war damals revolutionär. Ich war praktisch der erste Libero der Bundesliga." Er gab der Verteidigung die nötige Stabilität, die 1965 den Bremern die erste Deutsche Meisterschaft einbrachte. Mit lediglich 29 Gegentoren verwiesen die Werder-Akteure Titelverteidiger 1. FC Köln auf den zweiten Platz.

1967 beendete Helmut Jagielski, der mit Ernst Kalwitzkis Tochter Elsbeth verheiratet war, mit 33 Jahren seine aktive Laufbahn. Der gelernte Kaufmann wurde anschließend Trainer im Norddeutschland und führte ein paar Jahre lang zusammen mit Erna Kalwitzki die Vereinsgaststätte von Werder Bremen. Er starb im Dezember 2002.

       
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