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03.03.2004: Vor 69 Jahren wurde die zweite Westfalenmeisterschaft vorzeitig entschieden
In den ersten drei Spielzeiten der neu gebildeten Gauliga Westfalen gelang den Königsblauen einen Hattrick der besonderen
Art: Jeweils an einem Karnevalssonntag sicherte sich Schalke 04 mit einem Sieg vorzeitig die Meisterschaft. Der Triumph
am 3. März 1935 gegen den SV Höntrop bedeutete den zweiten Titel für Kuzorra, Szepan und Co.
Die erste Meisterschaft in dieser Klasse, der noch zehn weitere in Serie folgen sollten, stand am 11. Februar 1934 nach
dem 16. und drittletzten Spieltag fest. An dem Karnevalssonntag hatten die Schalker vor 10.000 Zuschauern bei der
Arminia aus Bielefeld einen klaren 6:0 (4:0) Sieg gelandet und waren vom späteren Vize-Meister SV Höntrop nicht mehr
einzuholen. Mit 16 Siegen, einem Unentschieden und lediglich einer Niederlage errangen die Knappen mit 33:3 Punkten bei
76:17 Toren die Westfalenmeisterschaft, der wenige Wochen später die erste Deutsche Meisterschaft folgen sollte.
Betrug der Vorsprung im Vorjahr noch satte zehn Punkte, so war es in dieser Saison 1934/35 sehr eng. Wieder erwies sich
Höntrop als ärgster Verfolger der Knappen. So kam es am ersten Märzsonntag 1935 in Wattenscheid zu einem echten
Endspiel. Die Schalker führten nach 15 ausgetragenen Partien mit 24:6 Punkten die Tabelle vor den Rothosen an
(14 Spiele, 20:8 Punkte). Beide Teams trennten also nur zwei Minuspunkte.
Und genauso knapp war der Spielausgang: Nach Treffern von "Ala" Urban (16.), einem verwandelten Elfmeter von Ernst
Kuzorra (59.) und dem Anschlusstreffer kurz vor dem Spielende ging die Partie 2:1 für den Deutschen Meister aus. Vier
Punkte Vorsprung und das deutlich bessere Torverhältnis brachten Schalke die zweite Westfalenmeisterschaft. Am Ende
dieser aus Schalker Sicht "durchwachsenen" Spielrunde wiesen die Knappen bei 18 Partien (12 Siege, 4 Unentschieden, 2
Niederlagen) 28:8 Punkte und 47:10 Tore auf. Die Mannschaft steigerte sich allerdings im Laufe der Deutschen
Meisterschaft und holte später gegen den VfB Stuttgart zum zweiten Mal die Viktoria an den Schalker Markt.
Im Jahr der olympischen Spiele in Deutschland (1936) fiel der Karnevalssonntag auf den 23. Februar. Erstmalig sicherten
sich die Knappen, weil der Spielplan es so wollte, in einem Heimspiel die Westfalenmeisterschaft. Beim 8:2 (4:1) gegen
Preußen Münster erzielten Kalwitzki (4), Pörtgen (2), Kuzorra und Urban die Treffer. Am Ende hatte das Team von Trainer
Hans "Bumbas" Schmidt zehn Punkte Vorsprung auf Germania Bochum (heute: VfL) und gar elf auf den SV Höntrop. Verpasst
wurde hingegen der Hattrick bei den Spielen um die Viktoria. In der Vorschlussrunde war der Club aus Nürnberg vor 75.000
Zuschauern in Stuttgart um zwei Treffer besser. Im Spiel um den dritten Platz hatte Vorwärts Rasensport Gleiwitz aber
beim 8:1 keine Chance gegen Schalke 04.
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