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22.02.2004: Vor 35 Jahren wurde Marc Wilmots geboren

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Spieler, Teamchef, Publikumsliebling - seine Funktionen auf Schalke sind vielfältig gewesen. Doch in erster Linie war, oder besser gesagt, ist Marc Wilmots, der am 22. Februar im belgischen Dongelberg geboren wurde, ein Kämpfer, ein Fighter, ein Eurofighter.

Die innige Beziehung zwischen dem Mittelfeldspieler und den Königsblauen begann am 21. April 1996. Rudi Assauer hatte Wilmots, der damals noch in Diensten von Standard Lüttich stand, ins Parkstadion eingeladen. Der Belgier schaute sich zusammen mit 60.000 Menschen ein 3:3 der Schalker gegen Borussia Mönchengladbach an und war begeistert. "Für mich ist sofort klar: Da unten und vor diesem Publikum willst du auch spielen."

Gesagt, getan. Er schlug lukrative Angebote aus und wechselte von Belgien ins Ruhrgebiet. Für Schalke ein echter Glücksgriff. In seiner ersten Spielzeit erzielte Wilmots in 29 Spielen 6 Tore. Noch viel bemerkenswerter: Im Europapokal war er fünfmal erfolgreich. Seine Treffer ermöglichten die Sensation: Schalke 04 gewann 1997, beim ersten internationalen Auftritt nach 19-jähriger Abstinenz von der europäischen Fußball-Bühne, den UEFA-Pokal. Im zweiten Finalspiel verwandelte Wilmots den entscheidenden Elfmeter, nachdem er im ersten Endspiel im Parkstadion für das entscheidende 1:0 gesorgt hatte.

Der Nationalspieler (57 Einsätze/23 Tore) wurde zum Liebling der Massen, noch heute nennen ihn die Fans liebevoll "Willi, das Kampfschwein". "Ich schätze, dass das ein Ehrenname ist. Dabei mache ich nur das, wofür ich gut bezahlt werde: harte Arbeit auf dem Platz abliefern."

Ärmel hochkrempeln ist für den Bauernsohn eine Selbstverständlichkeit, und so war es keine Überraschung, dass Wilmots im März 2003 einsprang, als sich Schalke 04 von Trainer Frank Neubarth trennt. Von heute auf morgen tauschte der 1,83 m große Offensiv-Mann den Spielerpass gegen einen Platz auf der Trainerbank ein.

Die Zeit war reif für eine Veränderung. Der damals 34-Jährige konnte auf eine Reihe von sportlichen Erfolgen (UEFA-Cup 1997, Belgische Meisterschaft 1989, Deutscher (2002) sowie Belgischer (1993) Pokalsieg und drei WM-Teilnahmen) zurückblicken, musste aber auch seiner engagierten und kampfbetonten Spielweise Tribut zollen. Zwölf Operationen und unzählige Verletzungen beendeten die Karriere als Spieler.

In der Funktion des Teamchefs erreichte Marc Wilmots mit den Knappen Platz sieben und zog zudem für die belgische Partie Mouvement Reformateur in den Senat des Landes ein. Seitdem steht der zweifache Familienvater den Ressorts Sport und Jugend vor. Ein weiterer Beleg für das soziale Engagement des Belgiers, der sich u.a. lange Jahre um einige Rollstuhlfahrer aus seiner Heimatstadt kümmerte.

Er sorgte dafür, dass Vater Leo Wilmots die Behinderten zu jedem Heimspiel von Marc ins Stadion fuhr. "Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben", findet Wilmots. "Und nicht, ob ich attraktive Angebote von Clubs habe. Das ist ein Luxus-Problem. Ich durfte vor 60.000 Menschen Fußball spielen und genoss die Atmosphäre total. Olaf Thon hat immer gesagt, dass ich dann um drei Klassen stärker gespielt habe."

       
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