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12.02.2004: Vor 32 Jahren stach im Pokalspiel gegen Düsseldorf Joker Nico Braun
Sein Anteil am Pokalsieg 1972 ist nicht unerheblich: Zwar stand Nico Braun in den neun Cup-Partien lediglich 118 Minuten auf dem Feld, doch sein 1:1 am 12. Februar 1972 bei Fortuna Düsseldorf ebnete den Weg zum Einzug ins Viertelfinale; das Rückspiel gewannen die Königsblauen mit 2:1. Insgesamt zwei Jahre spielte der Luxemburger für den FC Schalke 04, dem er sich auf recht kuriose Weise 1971 anschloss.
Der Kontakt zwischen Nico Braun und den Knappen entstand durch einen Schalke-Fan, der sowohl mit Brauns Jugendtrainer bei Union Luxemburg befreundet war als auch den damaligen 04-Präsidenten Günter Siebert sehr gut kannte. "Siebert war ich ein Begriff, weil er mich bei einem Spiel gegen die deutsche Olympia-Auswahl gesehen hatte, in dem mir zwei Tore gelungen sind. Aber besser waren meine Kontakte damals eigentlich zu Mönchengladbach", erinnert sich Braun, der im Sommer 1971 bei den Borussen zu einem Probetraining eingeladen wurde.
Günter Siebert bekam davon Wind und lotste Nico Braun einen Tag vor seinem Termin am Bökelberg für eine Übungseinheit nach Gelsenkirchen. Direkt nach dem Training bot ihm der damalige Schalker Geschäftsführer Hans Hörstermann einen Vertrag an. Braun: "Ich war ja nicht einmal volljährig, rief also meinen Vater an. Der riet mir, dass ich den Spatz in der Hand nehmen sollte. Also sagte ich Gladbach ab."
Eine Entscheidung, die er nicht bereuen sollte. Neben den sportlichen Erfolgen (Pokalsieg, Platz zwei in der Meisterschaft) war es die gute Kameradschaft in der Mannschaft, die ihm den Aufenthalt im Ruhrgebiet sehr angenehm gestaltete. Vor allem mit Stan Libuda verband ihn eine echte Freundschaft. "Bei Herzensangelegenheiten hat er sich oft an mich gewandt", erzählt der heute 53-Jährige. "Wir hatten ein so gutes Verhältnis, dass er mich 1972 wochenlang zu überreden versuchte, mit ihm zu Racing Straßburg zu gehen."
Vergeblich: Der Mittelstürmer blieb noch ein Jahr auf Schalke, wechselte erst 1973 nach Frankreich. Braun sah ein, dass er an einem internationalen Topstürmer wie Klaus Fischer nicht vorbeikommen würde und unterschrieb einen Vertrag beim FC Metz. Dort ist er noch immer mit 96 Toren bester Ligatorschütze der Vereinsgeschichte.
Nach seinem Engagement in Frankreich heuerte er beim belgischen Verein SC Charleroi an und ließ anschließend seine Karriere bei Union Luxemburg ausklingen. Schöne Randnotiz: Am Ende seiner Laufbahn gab es ein Wiedersehen mit seinen Schalkern. Zu seinem Abschiedsspiel 1983 reisten die Königsblauen mit dem jungen Olaf Thon an.
Fortuna Düsseldorf - FC Schalke 04 1:1 (0:0)
Düsseldorf: Büns, Köhnen, Lungwitz, Kriegler, Iwanczik, Baltes, Hesse, Schulz, Herzog, Geye, Budde.
Schalke: Nigbur, Sobieray, van Haaren, Rüssmann, Huhse, Lütkebohmert, Scheer, Libuda, H. Kremers, Fischer (71. Braun), E. Kremers.
Tore: 1:0 Geye (69.), 1:1 Braun (86.)
Zuschauer: 10.000
SR: Frickel
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