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Triumphzug der Knappen
1933
Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten ändert sich auch der Sport. Der DFB löst sich
selbst auf, das „Fachamt Fußball“ übernimmt seine Geschäfte. Schalke 04 wird in die neue Gauliga
Westfalen aufgenommen.
15. August 1933
Hans „Bumbas“ Schmidt übernimmt die Betreuung der Schalker Mannschaft.
1934
WM in Italien: Mit Fritz Szepan ist zumindest ein Schalker dabei, er führt als Kapitän das Team
auf Platz drei. Kuzorra fehlt nach Differenzen mit Reichstrainer Otto Nerz.
24. Juni 1934
Schalke 04 ist erstmals deutscher Fußballmeister! Im Berliner Poststadion setzen sich die Knappen
mit 2:1 (Tore: Szepan und Kuzorra) gegen den Favoriten 1. FC Nürnberg durch.
1934
Schon damals waren Schalker Spieler echte Dauerbrenner. Nicht nur der Verein, sondern auch die
Auswahlmannschaften (Westfalen, Westdeutschland) von WSV und DFB forderten die „Knappen“. 72
Spiele wurden in jenem Kalenderjahr mit Schalker Beteiligung bestritten. In der Westfalenauswahl,
die am 16. Dezember dem Niederrhein mit 0:4 unterlag, standen außer Jupp Timpert vom SV Höntrop
gleich zehn Schalker. Später war sogar die komplette „Knappen“-Elf für Westfalen am Ball.
1. Juni 1935
Schalke 04 wird Mitglied im „Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen“. Den Sport von
Einflüssen des politischen Systems freizuhalten, ist nicht mehr möglich.
23. Juni 1935
Zweite deutsche Meisterschaft: 6:4 gegen den VfB Stuttgart. 74.000 Zuschauer erleben in Köln die
Treffer von Ernst Pörtgen (3), Ernst Kalwitzki, Ala Urban und Rudi Gellesch.
8. Dezember 1935
Im ersten deutschen Pokalfinale überhaupt verliert Schalke mit 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg vor
56.000 Zuschauern in Düsseldorf.
22. September 1936
Richtfest für die neue Tribüne in der Glückauf-Kampfbahn: 114 Meter misst der damals größte
vereinseigene Tribünenbau Deutschlands.
3. Januar 1937
Ein wenig zeitverzögert tragen die Knappen das Pokalfinale des Jahres 1936 aus. Wieder verliert
Schalke, diesmal mit 1:2 vor 70.000 Zuschauern in Berlin gegen den VfB Leipzig.
20. Juni 1937
Die dritte deutsche Meisterschaft: 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Ernst Kalwitzki und Ernst
Pörtgen waren erfolgreich. 101.000 Zuschauer sahen die Partie im Berliner Olympiastadion.
9. Januar 1938
Im dritten Anlauf klappt es: Schalke gewinnt den Pokal des Jahres 1937. Durch ein 2:1 über
Fortuna Düsseldorf schaffen die Knappen als erster deutscher Verein das „Double“.
26. Juni/3. Juli 1938
Als Favorit muss sich Schalke 04 im Meisterschaftsendspiel Hannover 96 beugen. Der Titelträger
steht erst nach zweimal 90 Minuten plus Verlängerungen fest. Nach einem 3:3 verlieren die Knappen
3:4. Jeweils 100.000 Zuschauer sind in Berlin anwesend.
13. Juli 1938
Zehn Tage nach der Finalniederlage beendet „Bumbas“ Schmidt seine Trainertätigkeit bei Schalke
04. Nun kommt mit dem Karlsruher Otto Faist ein ehemaliger 800-Meter-Läufer.
18. Juni 1939
Nie strahlte Schalkes Glanz heller: Mit 9:0 gewinnen die Knappen das Endspiel um die Meisterschaft
gegen Admira Wien. Die Meisterelf gilt als die beste Mannschaft, die je für den Verein gespielt
hat. Nach dem glanzvollen Sieg zieht sich „Papa“ Unkel ins zweite Glied zurück, Nachfolger wird
Heinrich Tschenscher.
21. Juli 1940
Die „dritte Schalker Generation“ – Spieler wie Herbert „Budde“ Burdenski, Willi Schuh und
Bernhard „Natz“ Füller kommen gerade aus der Jugend – fährt den Meistertitel Nummer fünf ein. Mit
1:0 (Kalwitzki) schlägt das Team den Dresdner SC.
22. Juni 1941
Rapid Wien schlägt Schalke mit 4:3 und wird deutscher Meister. Die Partie vor 95.000 im Berliner
Olympiastadion besitzt jedoch einen faden Beigeschmack. Die Schalker, die durch Gellesch (4.),
Epenhoff (7.) und Hinz (57.) mit 3:0 in Führung gehen, wittern aufgrund von strittigen
Schiedsrichterentscheidungen einen Betrug. Wollen die Nazis einen österreichischen Meister, den
ersten nach der Vereinigung mit Deutschland?
2. November 1941
Auch aus dem zweiten Endspiel des Jahres geht Schalke als Verlierer hervor. Der Dresdner SC siegt
im Pokalfinale mit 2:1. Kuzorra sorgt für das 1:1 in der 51. Minute.
5. Juli 1942
Dank eines 2:0 gegen Vienna Wien gewinnen die Königsblauen ihre sechste deutsche Meisterschaft.
Die Tore vor 90.000 in Berlin erzielen Kalwitzki (14.) und Szepan (42.).
15. November 1942
Fünftes Pokalfinale – vierte Niederlage: 0:2 gegen den TSV München 1860.
27. Mai 1943
In den Spielen um die „Deutsche“ scheitern die Knappen mit 1:4 an Holstein Kiel.
27. Februar 1944
Gegen Borussia Dortmund wird das letzte Spiel der Gauliga Westfalen ausgetragen. Mit 4:1 holen
sich die Schalker den Titel. Elf Jahre lang gab es die Gauliga-Westfalen, elfmal wurde Schalke
04 Erster! Die Zahlen sind beeindruckend: 371:33 Punkte und 896:144 Tore.
4. November 1944
„Papa“ Unkel, der legendäre 1. Vorsitzende, stirbt.
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